Felsampel des Elbsandsteingebirges

Regionen

Lage

Schrammsteine und Schmilka

Der großbankige Sandstein in den Schrammsteinen und im Schmilkaer Gebiet ist durch sehr heterogene Festigkeiten gekennzeichnet. Neben der Lage gilt zu beachten, dass die teils sehr hohen Gipfel auch in der vertikalen unterschiedlich abtrocknen. Während der Ausstiegsbereich schon lange trocken ist, kann ein beschatteter Einstiegsbereich in brüchigem Gestein größere Feuchtigkeit und somit ein erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweisen.

Affensteine und kleiner Zschand

Die verhältnismäßig griffarmen Affensteine sind im Allgemeinen ziemlich fest, was die Wahrscheinlichkeit von Gesteinsausbrüchen minimiert. Feuchtigkeitsunterschiede treten hier eher in den Rissen und Kaminen des vertikal gegliederten Sandsteins auf. Im kleinen Zschand hingegen ist die Festigkeit durchschnittlich und heterogen, sodass Expositionsunterschiede wieder stärker ins Gewicht fallen.

Wildensteiner Gebiet

Das Wildensteiner Gebiet weist eine sehr heterogene Festigkeit auf. Während bedeutende Klettergipfel wie die Lorenzsteine oder die Kleinsteinwand eher brüchig einzustufen sind, kann der Hausberg durch vulkanische Einflüsse teilweise mit höheren Festigkeiten aufwarten. Ähnlich wie im kleinen Zschand können Expositionsunterschiede die Bekletterbarkeit der Felsen nach Niederschlägen stark beeinflussen.

Großer Zschand und Hinterhermsdorf

Das Gestein des großen Zschands ist relativ brüchig. Neben Expositionsunterschieden im Tal ist hier die erhöhte Anfälligkeit gegenüber Feuchtigkeit besonders zu beachten. Ähnlich wie im Rathener Gebiet sollten Trockenzeiten unbedingt eingehalten werden! Das Hinterhermsdorfer Gebiet umfasst Gipfel von zumeist geringer Höhe. Feuchtigkeitsunterschiede in dem griffarmen Sandstein treten in erster Linie durch Exposition und Beschattung auf.

Rathen, Wehlen und Brand

Der Rathener Sandstein ist besonders weich und brüchig. Diese Eigenschaften machen ihn anfällig gegenüber Feuchtigkeit und Erosion. Die empfohlenen 2-3 Tage Trockenzeit nach Regenperioden sollten daher unbedingt eingehalten werden!

Gebiet der Steine

Das linkselbische Gebiet der Steine inklusive Lilienstein zeichnet sich durch gute Gesteinsqualität und die exponierte Lage auf den Ebenheiten aus. Der wesentlich festere Sandstein und die große Angriffsfläche für Wind lassen die Tafelberge nach Niederschlägen schneller trocknen als die rechtselbischen Gebiete.

Bielatal

In Sachen Festigkeit hat der Labiatussandstein im Bielatal die beste Qualität der gesamten Sächsischen Schweiz vorzuweisen. Aufgrund dieser Eigenschaft sind die hiesigen Gipfel nach Niederschlagsereignissen früher bekletterbar. Zu beachten sind allerdings die Expositionsunterschiede beiderseits des Tales. So kann sich die Feuchtigkeit auf der Westseite deutlich länger halten als auf der Ostseite.

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Prognose

Zeitlicher Verlauf

Datenstand

Die Daten wurden zuletzt aktualisiert am:

Wir freuen uns über alle Rückmeldungen. Näheres zur Darstellung findet sich unten.

Über die Felsampel

Die Felsampel wird seit 2015 von der ehrenamtlichen „Projektgruppe Felsampel“ im Sächsischen Bergsteigerbund e.V. konzipiert und umgesetzt. Als online kostenlos abrufbares Tool schafft sie für Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz eine Handlungsempfehlung, ob und wann nach Niederschlägen wieder geklettert werden kann.

Klettern an nassem Fels gefährdet die empfindlichen Sandsteinformationen und bringt gleichzeitig die Kletterer in Gefahr. Gründe dafür sind einerseits die verminderte Reibung der Felsoberfläche und andererseits die Wasserlöslichkeit des Bindemittels im Sandstein. Der damit verbundene Festigkeitsverlust lässt sich nur mit viel Erfahrung oder oftmals überhaupt nicht einschätzen.

Die Angaben der Felsampel haben empfehlenden Charakter und sind in keiner Weise bindend. Sie ersetzen keine fundierten Gebietskenntnisse oder grundlegende Fähigkeiten des Bergsports, zu denen auch die individuelle Risikobewertung der angestrebten Tätigkeit zählt. Der Sächsische Bergsteigerbund übernimmt keine Haftung für etwaige Schäden, die durch die Verwendung der Felsampel entstanden sein könnten!

Rückmeldungen

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Zum Eintragen eurer subjektiven Felsfeuchte-Empfindung, die ihr im Gelände erlebt, steht ein Online-Fragebogen zur Verfügung. Bitte tragt bei "Name" einen frei wählbaren Benutzernamen ein. Diese Information hilft uns sehr, eure Bewertungen vergleichbar zu machen und die Aussagekraft der Felsampel schneller zu verbessern!

Solltet ihr kein Smartphone dabei haben oder im Funkloch unterwegs sein, könnt ihr den Fragebogen auf einem Zettel ausfüllen. Hierfür haben wir eine Druckvorlage zum Download vorbereitet.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir mit den analogen Fragebögen nicht allzu viel anfangen können. Für die Übertragung haben wir einfach nicht die Kapazitäten. Deswegen sind wir auf eure Mitarbeit angewiesen. Selbst, wenn ihr erst einige Tage später zum Übertragen ins Online-Formular kommt, ist uns schon immens geholfen! Jede gewissenhafte Eintragung der subjektiven Wahrnehmung erhöht die realistische Aussagekraft der Felsampel!

Fragen, Anregungen, Meldung von Problemen?

Wir sind bemüht, die Felsampel im Rahmen unserer Möglichkeiten stetig zu optimieren. Für konstruktive Anmerkungen könnt ihr uns eine Email schreiben an:

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Feuchtemodellierung

Datenbasis

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung mit Wetterdaten durch den Staatsbetrieb Sachsenforst, das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit Hilfe von OpenSensorWeb und den deutschen Wetterdienst, sowie für die Infrastruktur der Wetterstation bei der BERGGAST Bergwirtschaft Papststein. Für den Zugriff auf die Ergebnisse des Feuchtemodels durch Drittanwendungen ist das Datenformat dokumentiert und die Verwendung nicht eingeschränkt.

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